Geflügelstallbeleuchtung

Verteilung des visuellen Spektrums in Geflügelaugen


Merkmale des Sehvermögens bei Geflügel

Das Sehvermögen von Geflügel unterscheidet sich grundlegend vom menschlichen Sehvermögen. Geflügelaugen sind für Licht im Wellenlängenbereich von 350–750 nm empfindlich, mit deutlichen Empfindlichkeitsspitzen im nahen Ultraviolett, Blau, Grün und Rot.

Die Beleuchtung beeinflusst nicht nur die visuelle Wahrnehmung, sondern wirkt sich über den Hypothalamus und die Zirbeldrüse auch direkt auf endokrine und physiologische Funktionen aus und reguliert dadurch Wachstum, Fortpflanzung und Verhalten.

Merkmale des Sehvermögens von Geflügel

Einfluss des Spektrums – Ultraviolettes Licht (350–400 nm)


Funktion:

Aktiviert die Vitamin-D₃-Synthese und fördert die Verkalkung der Eierschale, wodurch die Schalendicke um etwa 0,05 mm zunimmt.

Anwendung:

Während der Legeperiode kann eine einstündige UV-Bestrahlung pro Tag die Häufigkeit von Eiern mit weicher Schale auf 0,5 % reduzieren.




ultraviolettes Licht 350–400 nm

Einfluss des Lichtspektrums – Blaues Licht (480–490 nm)


Funktion:

Unterdrückt die Ausschüttung von Nebennierenrindenhormonen, wodurch Stressreaktionen reduziert werden; das Fluchtverhalten beim Fangen wird um 70 % verringert.

Anwendung:

Bei Masthähnchen verbessert eine Umgebung mit reinem Blaulicht in den letzten 3 Tagen vor der Schlachtung die Zartheit des Fleisches um etwa 15 %.




Einfluss des Lichtspektrums – Grünes Licht (530–550 nm)


Funktion:

Stimuliert die Vermehrung von Satellitenzellen der Skelettmuskulatur und erhöht die Tibialänge bei Küken um 8%.


Anwendung:

Während der ersten zwei Wochen der Brutzeit kann eine Beleuchtung mit überwiegend grünem Licht (18 Stunden/Tag) die Gewichtszunahme um 12 % steigern.




Auswirkungen von grünem Licht auf Hühner

Einfluss des Spektrums – Rotes Licht (660–680 nm)


Funktion:

Stimuliert das hypothalamische Nahrungsaufnahmezentrum und erhöht die durchschnittliche tägliche Nahrungsaufnahme um 20 %.


Anwendung:

Während der Brutzeit von Zuchthühnern kann die Befruchtungsrate durch Rotlichtexposition (6 h/Tag) auf 92 % gesteigert werden.



Auswirkungen von Rotlicht auf Hühner

Vier wesentliche Vorteile wissenschaftlicher Beleuchtung in der Broilerproduktion

Vorteile der Beleuchtung für Hühner

1. Verbesserte Wachstumsleistung und Futterverwertung


Wissenschaftlich optimierte Beleuchtung steigert die tägliche Gewichtszunahme und Futteraufnahme bei Broilern signifikant. Optimierte Beleuchtungsstrategien (z. B. intermittierendes Licht oder warmweißes Licht) verbessern die Nährstoffverdauung und senken die Futterverwertungsrate.





Wachstum, Leistung und Futterverwertung

2. Deutliche Reduzierung des Federpickens


Warmweißes Licht reduziert effektiv das Federpicken und die Beschädigung der Federn, insbesondere bei gelbgefiederten Masthähnchenrassen.






Verringerung des Federpickens

3. Verbesserte Luftqualität in Geflügelställen


Geflügelställe mit LED-Beleuchtung weisen deutlich niedrigere Ammoniak-, Staub- und Mikroorganismenkonzentrationen auf als Ställe mit herkömmlichen Beleuchtungssystemen.












Verbesserung der Luftqualität in Geflügelställen

4. Verbessertes Fleisch-Futter-Verhältnis


Durch die Regulierung des zirkadianen Rhythmus und der endokrinen Aktivität verbessert eine optimierte Beleuchtung das Fressverhalten, die Verdauung und die Wachstumseffizienz und damit das Gesamtverhältnis von Fleisch zu Futter in der Herde.







Verbesserung des Fleisch-Futter-Verhältnisses

Vier wesentliche Vorteile wissenschaftlicher Beleuchtung in der Schichtproduktion


1. Verbesserte Eierproduktionsleistung


LED-Beleuchtung mit optimierten Lichtspektren (insbesondere rotangereichertem Licht) steigert die Legeleistung im Vergleich zu herkömmlicher Beleuchtung deutlich. Präzises Lichtmanagement ermöglicht die Kontrolle des Legebeginns und fördert einen früheren und stabileren Produktionshöhepunkt.













Beleuchtung steigert die Eierproduktion

2. Verbesserte Eiqualität


Speziell für Legehennen entwickelte Lichtspektren verbessern die Eierschalenfestigkeit und die Dotterhöhe deutlich. Die verbesserte Schalenqualität reduziert das Bruchrisiko beim Rollen des Käfigs, beim Transport und bei der Lagerung.









Beleuchtung verbessert die Eiqualität

3. Deutliche Reduzierung des Federpickens und des Kloakenpickens


Warmweißes Licht oder Lichtspektren mit einem bestimmten Anteil an Rotlicht reduzieren effektiv das Pickverhalten und den Kannibalismus und tragen so zu niedrigeren Sterblichkeitsraten bei.







Verringerung des Federpickens (3)

4. Synchronisierte Geschlechtsreife


Eine gleichmäßige Lichtverteilung gewährleistet ein synchronisiertes Wachstum und eine synchronisierte Geschlechtsreife in der gesamten Herde und verbessert so die Gesamtproduktionskonstanz.









synchronisierte Geschlechtsreife(1)

Anforderungen an das Beleuchtungsmanagement



Anforderungen an das Lichtmanagement bei Geflügel

Anforderungen an die Beleuchtungsführung bei Legehennen


1) Lichtintensität:

Brutzeit (0–6 Wochen): 20–30 Lux

(Gewährleistet die Futter- und Wasseraufnahme; verhindert vorzeitige Geschlechtsreife)


2) Aufzuchtzeit (7–20 Wochen): 5–10 Lux

(Fördert die strukturelle Entwicklung bei gleichzeitiger strenger Kontrolle der Geschlechtsreife)


3) Legeperiode (21 Wochen bis zur Entvölkerung): 10–20 Lux

(Stimuliert und erhält eine hohe Eiproduktionsleistung aufrecht)



Lichtmanagement für Legehennen

Anforderungen an das Beleuchtungsmanagement für Broiler



1) Lichtintensität:

a. Brutzeit (0–7 Tage): 20–30 Lux (stimuliert Aktivität und Futteraufnahme)

b. Wachstumsperiode (8–21 Tage): 10–20 Lux (Gleichgewicht zwischen Wachstum und Energieverbrauch)

c. Abschlussphase (22 Tage bis Markteinführung): 5–10 Lux (Reduziert die Aktivität und fördert die Gewichtszunahme)


2). Photoperiode:

a. Brutzeit: 23 Stunden Licht + 1 Stunde Dunkelheit (Anpassung an Umgebungen mit hoher Lichtintensität)

b. Wachstumsperiode: Allmählich auf 18 Stunden Licht reduziert (Simuliert natürliche zirkadiane Rhythmen)

c. Abschlussphase: Intermittierende Beleuchtung (z. B. 1 Stunde Licht + 3 Stunden Dunkelheit, um den Energieverbrauch zu senken und die FCR zu verbessern)



Lichtmanagement für Broiler

Intelligente Beleuchtungsparameter für Broiler


Referenztabelle für Broiler

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